Beim praktischen Projekttag „Teller statt Tonne“ fahren Schulklassen auf einen nahegelegenen, ökologischen Hof und ernten dort gemeinsam Gemüse, das die/der LandwirtIn nicht vermarkten kann, weil es zu groß, zu klein oder zu unförmig für den Handel ist. Die Vor- und Nachbereitung des Projekttags findet im Klassenzimmer statt und spannt einen Bogen zur globalen Ernährungssituation. Dabei gehen die Schulklassen der Frage nach, welche Auswirkungen unsere Lebensmittelverschwendung auf Hunger und Armut im Globalen Süden hat. Der Projekttag ist für alle Altersstufen und Schulformen geeignet!

Das erntende Klassenzimmer

Neben dem Ernten führt die/der LandwirtIn die Kinder und Jugendlichen über ihre/seine Felder, durch Ställe und Scheunen und gibt so Einblicke in das Leben und Arbeiten auf ihrem/seinem Hof. Anschließend wird mit dem nicht marktkonformen Gemüse ein leckeres Essen gekocht und so ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung gesetzt. Das Gemüse wird entweder direkt auf dem Hof oder in der Schulküche zubereitet. LehrerInnen, die noch nie mit größeren Gruppen gekocht haben, können gemeinsam mit der Projektkoordinatorin die Kochaktion planen. Einige Informationen erhalten Sie aber bereits über die Handreichung für Lehrkräfte. Generell gilt es, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen kreativ zu sein, denn für die verschiedenen Gemüsesorten, die geerntet werden, gibt es wahrscheinlich kein feststehendes Rezept – Ofengemüse, eine Gemüsesuppe oder eine Gemüsepfanne sind aber schnell zu machen und mit fast allen Zutaten möglich.

Mit allen Sinnen lernen



Durch den erlebnisorientierten Projekttag soll eine greifbare Nähe zu Lebensmitteln, der Natur und ihrer Umgebung entstehen und somit eine Wertschätzung für Lebensmittel und die Arbeit des Landwirtes geschaffen werden. Zugleich soll die Freude am gemeinsamen Ernten und Kochen geweckt werden und die Kinder und Jugendlichen dazu motivieren, diese Erfahrungen und Handlungsweisen auch auf ihren eigenen Alltag zu übertragen.

LandwirtIn und LehrerIn als InitiatorInnen

Organisiert wird der Projekttag hauptsächlich über die/den LandwirtIn und die/den LehrerIn, die zusammen einen passenden Tag suchen, an dem die Schulklasse auf den Hof kommt. Interessierte Eltern, SchülerInnen oder andere Personen, die einen Projekttag initiieren wollen, sollten sich deshalb zunächst an eine Lehrkraft wenden, um herauszufinden, ob von Seiten der Schule Interesse am außerschulischen Projekttag besteht. Im Folgenden kann gemeinsam ein geeigneter Hof gefunden werden – hierbei sollte darauf geachtet werden, dass es sich um einen Gemüsehof handelt – denn ohne Gemüse kann auch nicht geerntet werden! Die Projektkoordinatorin ist gerne bei der Hofsuche und der Terminfindung behilflich.

Der Projekttag kann individuell an die Situation des Hofes und an die jeweiligen Schulzeiten angepasst werden. So kann dieser zum Beispiel auf zwei Tage verteilt werden: Während an einem Tag der Hof besucht wird, kann am Folgetag in der Schulküche gekocht werden.

Einen Überblick über bereits im Projekt aktive Schulen und Höfen finden sie hier.


Materialien für die Umsetzung des praktischen Projekttags

Detaillierter Leitfaden für den praktischen Projekttag:

Handreichung für Lehrkräfte

Handreichung für LandwirtInnen

Arbeitsblatt für die Verknüpfung des praktischen Projekttags mit der Nachbearbeitung im Klassenzimmer:

Arbeitsblatt