Von Toni

Ich, Toni eine 15-jährige Schülerin, durfte am 4. Juli 2016 an der zweiten Versammlung des Ernährungsrates teilnehmen. Da mich gutes und regionales Essen sehr beschäftigt, mache ich momentan mein Schülerpraktikum bei Slow Food Deutschland. Slow Food leitet Schulprojekte wie „Teller statt Tonne“ um Schülern die Herkunft unseres Essens und die große Verschwendung näher zu bringen.

Bei der Vollversammlung wurden brennende Themen wie regionale Landwirtschaft, Schutz unserer Umwelt, Aus-und Weiterbildung und eine alternative Stadt-und Regionalplanung angesprochen und auf Charts mit einem kurzen Einleitungstext dargestellt. Anschließend bildeten sich Gruppen aus Interessierten an bestimmten Themenbereichen und gemeinsam beriet man sich über das weitere Vorgehen zur Verbesserung der Aspekte jedes Bereiches. Obwohl anfangs als eigene Gruppe geplant, wurden Bereiche wie Gerechtigkeit, Demokratie und Vielfalt beiseite gelegt, da alle der Überzeugung waren, dass diese als Querschnittsthemen in allen Bereichen Platz finden sollten.

Ernährungsbildung für Berliner

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In der Gruppe „Aus-und Weiterbildung“ – in welcher ich als Teilnehmerin dabei war- ging es hauptsächlich darum, dass es Kindern aber oft auch Erwachsenen, häufig nicht am Wissen über die Herkunft unseres Essens fehlt, sondern an der Fähigkeit ihr Wissen anzuwenden. Wir diskutierten über Schulgärten und möglichen Unterricht über Ernährung und erstellten gemeinsam einen Plan um unsere Interessen/Vorstellungen umzusetzen. Wir fokussierten uns auf Aspekte wie Zielgruppen, die Kompetenzen unserer Gruppenmitglieder, Möglichkeiten das Thema Ernährung in die Schulen/Kitas zu bringen und das Aufstellen von Forderungen an die Politik. Um die Anfangseuphorie zu nutzen erklärten sich Lea und Tanja von „Culinary Misfits“ bereit, die Leitung der Gruppe zu übernehmen und ein erstes Treffen noch vor der Sommerpause zu arrangieren. Ziel der Gruppen ist es durch verschiedene Ideenküchen ein Rezeptbuch bis zum Jahresende zu erstellen.

 

Die Mosterei Ketzür stellt sich vor

Die zwei jungen Besitzer der Mosterei stellen regionale Bio-Säfte her und beantworteten die zahlreichen Fragen der Anwesenden. Mit Ausnahme von Mango, welche aber von einem fairtrade-zertifizierten Partner auf den Philippinen stammt, kommt alles Obst von ihren Säften aus Streuobstwiesen in Brandenburg. Auf die Frage, was sie als regional bezeichnen, antworteten die Besitzer Berlin und Westbrandenburg. Momentan sind sie dabei ihre Säfte „in die Stadt“ zu bringen und sie dort zu vermarkten, da sich ihre Mosterei in Westbrandenburg befindet. Sie luden herzlich zum Besuch im Betrieb ein und ihre Säfte, auf Basis von Apfel, schmeckten herrlich.

Mein Fazit

Ich finde es ausschlaggebend sich mit Themen, wie auf dem Ernährungsrat, zu beschäftigen und fände es toll, wenn das Thema Ernährung mehr in die Schulbildung eingebunden wird. An meiner Schule beispielsweise gibt es keinen direkten Unterricht dafür, obwohl es sicherlich viele interessieren würde und es wichtig ist über die Herkunft unseres Essens Bescheid zu wissen.

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