Die SchülerInnenfirma „Ma(h)lzeit!“ nahm Ende Mai am Projekttag „Teller statt Tonne“ auf dem Hof Speisegut teil, um zu lernen, was es mit der Lebensmittelverschwendung auf sich hat und um konkrete Ideen zu finden, wie sie ihre SchülerInnenfirma nachhaltig gestalten kann.

Da kam es sehr gelegen, dass auf dem Hof auch ein kleiner „Weltacker“ des Projekts „2.000 qm“ liegt – so konnten die Zehntklässler des Evangelischen Gymnasiums von der dortigen Projektbeauftragten Regina erfahren, dass jeder Mensch pro Jahr nur 2.000 qm Land zur Verfügung hat, wir Europäer aber deutlich mehr, nämlich 2700 qm pro Kopf, verbrauchen. Mit Hilfe eines Maßbandes schätzten die SchülerInnen dabei auf dem Acker ein, wie viel Land man braucht, um 1 Kilogramm Schweinefleisch oder 1 Kilogramm Kartoffeln herzustellen – die meisten SchülerInnen waren verblüfft, wie groß die Unterschiede waren!

Auf dem Gemüseacker führte uns Christian, der Landwirt vom Speisegut, über seine Felder und die SchülerInnen konnten die verschiedensten Kräuter probieren und gemeinsam Radieschen, Lauchzwiebeln, Kohlrabi und Salatköpfe ernten. Dabei durften nur die Kohlrabi geerntet werden, die aufgeplatzt waren – denn diese kann der Bauer nicht mehr an den Handel verkaufen. Währenddessen erklärte uns Christian, weshalb die Kohlrabi aufplatzen – eine mögliche Ursache ist plötzlich auftretender, starker Regen nach einer längeren Trockenperiode. Nach dem Schälen stellten wir fest, dass die aufgeplatzten Kohlrabi von innen ganz genau so aussiehen wie die nicht aufgeplatzten Kohlrabi und mindestens genauso gut schmecken! Vor allem in dem leckereren Salat mit hofeigenem Rapsöl machte er sich besonders gut!

Das Resümee der SchülerInnen: Sie wollen für ihre Schülerfirma möglichst lokale Zutaten kaufen, viele frische Kräuter nutzen und vielleicht eine Kooperation mit einem Bauernhof in ihrer Nähe eingehen! Wir sind gespannt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.