von Habimana Adolphe (Slow Food Convivium „Vulkanwolke“, Ruanda)

Isombe ist eine Art Maniok. Im Gegensatz zum üblichen Maniok, bei dem die Knolle zu Mehl weiterverarbeitet wird, werden bei Isombe die Blätter verzehrt. Deshalb gilt Isombe nicht als Knollenfrucht, sondern als Gemüse. Man findet es auf den Märkten in Ruanda meistens in sehr guter Qualität. Wenn ein Händler Isombe in niedriger Qualität anbietet, kann er seine Ware meistens nicht verkaufen.

Isombe kann jedoch aus unterschiedlichen Gründen an Qualität verlieren, beispielsweise wenn:

  • es viel geregnet hat und/oder Schneeregen die Stangen und die Blätter kaputt gemacht hat.
  • Nutztiere die Blätter anknabbern oder fressen (z.B. Ziegen oder Schafe).
  • es einen sehr kräftigen Wind gibt.

Wenn die Blätter beschädigt werden, vertrocknen oder verfaulen sie sehr schnell und können auf dem Markt nicht mehr verkauft werden. Damit aber auch die bereits beschädigten Blätter noch genutzt werden können, gibt es eine besondere Technik, die ich euch anhand einer Bilderreihe erklären möchte!

  1. Auf den ersten drei Bildern ernten Didier, Peter und Umubyeyi die Isombeblätter, indem sie sie vom Stab abzupfen.
  2. Die abgezupften Blätter stopfen sie in einen Mörser, der „Isekuro“ heißt. (Bilder 4-5)
  3. Dann zerstampft Peter die Blätter. (Bild 6)
  4. Auf den Bildern 7 und 11 sieht man Peter mit einem Topf voller geernteter Blätter, den er im Anschluss auf einem Feuer erhitzt. Diese Methode wählt man, wenn man die Blätter sofort verzehren möchte.
  5. Auf dem achten Bild sieht man, wie Isombe getrocknet werden kann: Man legt die zerstoßenen Blätter auf einen sauberen Beutel in die Sonne. Wenn die Blätter trocken sind, können sie in kleine Beutel abgepackt werden und können so bis zu sieben Monate aufbewahrt werden.

Mit dieser Methode werden bereits beschädigte Blätter haltbar und genießbar gemacht und so vor der Mülltonne gerettet! Isombe kann übrigens sehr vielfältig zubereitet werden, sehr gut schmeckt es vor allem mit Erdnüssen, Pfeffer und Zwiebeln – als Beilage kann man je nach Geschmack Reis, Kartoffeln, Fleisch oder Süßkartoffeln verwenden!

Wenn ihr Fragen an mich habt, meldet euch bei mir – allerdings müsst ihr auf Französisch schreiben, da ich kein Deutsch spreche: adolphe23@yahoo.fr.

Viele Grüße aus Ruanda!

Habimana Adolphe

 

 

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