von Clement Misago

In unserer traditionellen Sprache werden die Pilze auf dem Bild „Ibyobo“ genannt – es ist eine Pilzart, die in Tälern, im Flachland und in Hügellandschaften mit einem gemäßigten oder warmen Klima vorkommt. Der Ibyobo wächst in natürlicher Umgebung vor allem dort, wo Pflanzen verfaulen. Wenn man den Pilz selbst anbauen möchte, schneidet man den untersten Teil und den Hut ab und vergräbt ihn in der Erde. Einige Tage später wachsen dann eine Vielzahl an Pilzen aus dem Boden.

In unserer traditionellen Kultur war es verboten, die Pilze gemeinsam mit Milch zu essen. Es war auch verboten, Fleisch mit Milch zu essen, da man früher glaubte, dass dadurch die Milchleistung der Kühe geringer ausfallen würde – was natürlich nicht stimmt!

Die Zubereitung von Ibyobo

Um eine Soße mit Ibyobo zuzubereiten, schneidet man die Pilze in kleine Stücke und brät sie mit Zwiebeln oder Lauch, Pfeffer, Tungurusumu (=Knoblauch), Tomaten und ein bisschen Wasser an. Die Soße isst man mit einem traditionellem Hirsebrot, das „Rukacarara“ heißt. Rukacarara wird aus einem speziellen Hirsemehl gewonnen und war in früheren Zeiten eines der begehrtesten Lebensmittel bei wichtigen Festlichkeiten, zum Beispiel beim Erntedankfest. Heute findet man Rukacarara nur noch selten. Zum Gericht kann man noch Erdnussmehl hinzufügen. Es ist sehr süß und reich an Vitaminen und Proteinen!


The mushrooms on the picture are called ”ibyobo” in our traditional culture. They appear in plains, valleys and in small mountain areas with a temperate and warm climate. Naturally they come from dead plants decayed but if you want to replant them again you cut the bottom/the head of them and you burry it in the soil. In a few days they regenerate in great amount. In traditional culture it was prohibited to eat them with milk. It was even prohibited to drink milk and eat meat at the same time, as they believed that it would reduce the milking average – which is contrarily to the reality.

How to prepare Ibyobo

When preparing a sauce of ibyobo, you cut them into small pieces and put them into oil adding onions or leeks, pepper, Tungurusumu (= garlic), tomatoes and a small dilution of water. This sauce is eaten with sorghum bread called „Rukacarara“ coming from sorghum flour which is now endangering to disappear. If you want to you can add ground nuts flour. It is very sweet and rich in vitamins and proteins but they almost do not appear at all in many areas.

 

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